Ausstellung un_GLAUB_lich zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauch vom 11. bis 26. September

Unter dem Titel un_GLAUB_lich findet in der Zeit vom 11. bis 26. September 2021 eine Ausstellung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in der Kirche statt. Die Pfarrei St. Gudula und die Selbsthilfe Rhede als Veranstalter stellen hierzu am Kinderbrunnen hinter der St. Gudula-Kirche zwölf großformatige Exponate mit Schrift- und Bildimpulsen auf, die unterschiedliche Aspekte des sexuellen Kindesmissbrauchs durch Priester thematisieren.

Im Hintergrund dieser Ausstellung steht die Erkenntnis, dass Kaplan Heinz Pottbäcker, der in den 70er Jahren als Priester in der Gemeinde Zur Heiligen Familie tätig war, nachweislich Kinder missbraucht hat. Vor und nach seinem Dienst in Rhede wurde er wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt – und dennoch weiterhin als Seelsorger im Bistum Münster eingesetzt.

Seit 2018 wirken Betroffene, Gremienmitglieder der Pfarrei und Vertreter*innen des Bistums in einer Arbeitsgruppe zusammen, die einen Beitrag zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Rhede und in der Kirche leisten möchte. Diese Arbeitsgruppe hat die bildende Künstlerin Christa Maria Kirch aus Rhede zu dem Kunstprojekt eingeladen, bei dem die Ausstellung un_GLAUB_lich entstanden ist.

Die zwölf Exponate bieten einen Anlass, sich dem zu nähern, was sexueller Kindesmissbrauch durch Priester bewirken kann. Sie regen dazu an, Gedanken über die Aufarbeitung solcher Verbrechen auszutauschen und gemeinsam mit anderen zu begreifen, was unglaublich ist: Dass Priester Kinder missbraucht haben und dass dies in der Kirche verschwiegen wurde.

Bewusst wurde eine Ausstellung im öffentlichen Raum gewählt. Denn die Selbsthilfe Rhede und die Pfarrei St. Gudula wünschen sich eine breite Auseinandersetzung, damit der Missbrauch von Kindern in der Kirche nicht vergessen wird und damit Kinder innerhalb und außerhalb der Kirche Schutz erfahren.

 

Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung beginnt am Samstag, 11. September 2021 (11.00 Uhr), mit einer Ausstellungseröffnung am Kinderbrunnen hinter der St. Gudula-Kirche, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

 

Führungen

An folgenden Terminen stehen Mitglieder der Selbsthilfe Rhede und Vertreter*innen der Pfarrei St. Gudula am Kinderbrunnen hinter der St. Gudula-Kirche zum Gespräch bereit und führen gerne spontane Besucher*innen durch die Ausstellung:

 

Sonntag, 

12.9.2021:

11.30-12.30 Uhr

16.30-18.00 Uhr

Dienstag, 14.9.2021:16.30-18.00 Uhr
Donnerstag; 16.9.2021:16.30-18.00 Uhr
Samstag, 18.9.2021:10.00-12.00 Uhr
Sonntag, 19.9.2021:11.30-12.30 Uhr
Montag, 20.9.2021:16.30-18.00 Uhr
Mittwoch, 22.9.2021:16.30-18.00 Uhr
Freitag, 24.9.2021:16.30-18.00 Uhr

 

 

Darüber hinaus können sichGruppen mit 10-15 Personen zu einer Führung durch die Ausstellung anmelden. Termine können über das Pfarrbüro St. Gudula vereinbart werden (Tel.: 02872/4028, E-Mail: kontakt(at)st-gudula.de).

 

Kinoabend der Pfarrei Liebfrauen (Bocholt)

Am Mittwoch, 15. September, zeigt die Pfarrei Liebfrauen um 19.30 Uhr im Kinodrom (Meckenemstraße 8, Bocholt) den Film „Gelobt sei Gott“.

Dieses französische Drama aus dem Jahr 2018 thematisiert nach wahren Begebenheiten den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche. Es erzählt vom Schicksal der drei Männer Alexandre, François und Emmanuel, die in Lyon leben und während ihrer Zeit als jugendliche Pfadfinder von dem katholischen Geistlichen Bernard Preynat missbraucht wurden.

Kartenvorverkauf über das Kinodrom Bocholt (Tel.: 02871-2113-0, www.kinodrom.de)

Kosten: 1,-Euro, inklusive einer Tüte Popcorn

Der Film wird kurz eingeführt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch.

 

Abschlussveranstaltung

Am Sonntag, 26. September 2021 (11.30 Uhr), schließt die Ausstellung mit einer Abschlussveranstaltung ab, zu der ebenfalls alle Interessierten eingeladen sind.

 

Der Flyer zur Ausstellung findet sich hier.