Claas Krosse beginnt am 1. August seinen Dienst als Pastoralreferent in der Pfarrei St. Gudula und im Pastoralen Raum

Liebe Menschen in der Pfarrei St. Gudula und im Pastoralen Raum Bocholt – Isselburg - Rhede,

 

ich freue mich sehr, mich Ihnen als Ihr neuer Pastoralreferent vorstellen zu dürfen!

 

Mein Name ist Claas Krosse, ich bin 27 Jahre alt und ab August mit 50% in St. Gudula und mit den anderen 50% im Pastoralen Raum unterwegs. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit in St. Gudula wird – neben der Gestaltung von liturgischen Feiern – insbesondere in der Begleitung der Firmkatechese sowie der Jugendarbeit liegen.

 

Aufgewachsen bin ich in Kalkar-Wissel am Niederrhein. Nach dem Abitur hat es mich nach Münster verschlagen – ursprünglich mit dem Plan, Lehrer für Biologie und Religion zu werden. Nach zwei Semestern habe ich dann gemerkt: Die großen Fragen des Lebens und des Glaubens lassen mich nicht mehr los. Also Kurswechsel – rein in die Theologie, die ich 2023 mit dem Magister abgeschlossen habe.

 

Parallel dazu lief immer ein zweiter roter Faden durch mein Leben: die Musik. Noch vor dem Abitur habe ich den C-Kurs Kirchenmusik in Xanten absolviert und während des Studiums regelmäßig als Organist ausgeholfen.

 

Zum Ende meiner Studienzeit zog es mich dann ins Bistum Essen zur Berufseinführung. Erste Stationen waren die Essener Innenstadtpfarrei St. Gertrud und die Cityseelsorge. Danach folgten drei Jahre Assistenzzeit in der Mülheimer Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt. Eine Zeit, für die ich sehr dankbar bin: viel Ausprobieren, prägende Lernmomente – und vor allem nachhaltige Begegnungen. Ob in Grundschule, Firmvorbereitung, sozialraumorientierter Projektarbeit oder bei der Urlaubseelsorge auf Texel: Immer war es der Kontakt mit unterschiedlichen Menschen, der mich weitergebracht hat und in dem auch etwas von dem spürbar wurde, der uns alle auf unserem Weg begleitet.

 

Nun komme ich zurück in mein Heimatbistum, in eine Region, die mir nicht ganz unbekannt ist. Bereits vor fünf Jahren durfte ich ein Praktikum in Liebfrauen Bocholt machen, das mich damals in meiner beruflichen Entscheidung, Pastoralreferent zu werden, bestärkt hat.

 

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, was junge Menschen heute eigentlich dazu bewegt, diesen Weg einzuschlagen – in einer Zeit, in der die Frage nach Gott für immer weniger Menschen eine Rolle spielt und Kirchen leerer werden. Mich hält auf diesem Weg zwar keine felsenfeste Antwort, dafür aber eine Suchbewegung: die Suche danach, wo und wie Glaube im Leben von Menschen heute Bedeutung gewinnen kann. Dabei ist es mir wichtig, keine fertigen Antworten auf Fragen zu geben, die niemand gestellt hat, sondern hinzuschauen und hinzuhören. Ich möchte eine Sprache finden, die Menschen in ihrem Alltag erreicht und dort einen Unterschied macht. Und auf diesem Weg Kirche nicht allein, sondern in verschiedenen Gruppen gestalten und gemeinsam nach vorne schauen zu können, ist genau das, was mich an dieser Aufgabe so ermutigt und bisher immer wieder aufs Neue bestärkt hat.

 

Mit diesen Erfahrungen aus den prägenden Jahren im Ruhrgebiet im Gepäck, bin ich nun gespannt darauf, hier im Westmünsterland meinen Dienst fortzusetzen.

 

Den offiziellen Startschuss setzen wir hier am Wochenende 1./2. August, an dem ich mich in den Gemeindegottesdiensten mit einer ersten Predigt vorstelle.


Ein weiterer Termin zum Vormerken: Am 27. September um 14:00 Uhr werde ich offiziell für den pastoralen Dienst im Bistum Münster beauftragt. Seien Sie gerne im Paulusdom dabei! Soweit ich weiß, wird es auch einen Live-Stream geben.

 

Ich freue mich auf die Zeit des Kennenlernens, auf viele gute Gespräche und natürlich darauf, gemeinsam mit Ihnen unterwegs zu sein, um Gottes Spuren in unser aller Leben zu entdecken!

 

Ihr
Claas Krosse