"Hermit Songs - Barber und Brahms im Dialog"

Liederabend für Bariton und Klavier am Sonntag, 04.10.2020, um 18:00 h in der Kirche St. Gudula

 

Menno Koller, Bariton

Austėja Valušytė, Klavier

 

Programm: Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge op. 121 (1896)

Samuel Barber: Hermit Songs op. 29 (1953)

Harald Genzmer: Irische Lieder (1957)


Gegen 1896, am Ende seines Lebens, widmete sich Brahms in seinem op. 121 rund 30 Jahre nach Komposition seines berühmten Requiems wieder geistlichen Texten. Eine Auswahl an Textausschnitten aus Salomo, Jesus Sirach und dem ersten Korintherbrief stellt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Aussicht auf eine bessere Welt in den Mittelpunkt. Musikalisch verwendete Brahms in diesem, seinem letzten Liedzyklus Skizzen zu einer unvollendeten Sinfonie.

Samuel Barbers Hermit Songs sind ein Auftragswerk. Er vertonte dazu Texte irischer Eremiten. Die Anfang der 1950er Jahre entstandenen Lieder spiegeln zum einen Barbers Liebe für die irische Kultur seiner Vorfahren wieder, zum anderen war er, der zeitlebens die Einsamkeit suchte, fasziniert von der Entstehung dieser teilweise sehr humoristischen Texte in der Einsamkeit mittelalterlicher irischer Klöster.

Harald Genzmer hat sich in seinem umfangreichen Schaffen auch immer wieder der menschlichen Stimme zugewandt. Seine irischen Lieder entstanden kurz nach der Komposition Barbers, dabei verwendete er teilweise dieselben Texte wie sein amerikanisch-irischer Kollege. In der direkten Gegenüberstellung ist vor allem der große Kontrast zwischen der nordamerikanischen und der europäischen Musikwelt Mitte des 20. Jahrhunderts interessant.

 

Das Konzert wird gefördert durch den Kreis zur Förderung der Kirchenmusik in der Pfarrei St. Gudula. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.