Letzter Gottesdienst in der Kirche Zur Heiligen Familie wird Anfang 2022 gefeiert

Bereits Anfang des Jahres wurde angekündigt, dass die Pfarrei St. Gudula nach Weihnachten die Kirche Zur Heiligen Familie als Gebetsraum aufgeben wird, um das Kirchengebäude und das zugehörige Grundstück der Bischöflichen Stiftung Haus Hall zu überlassen.

Nach einem Umbau sollen in dem ehemaligen Kirchengebäude Apartments für geistig, psychisch und körperlich behinderte Erwachsene entstehen, die in Form von ambulant betreutem Wohnen von der Stiftung Haus Hall begleitet werden.

Vor allem den Gemeindemitgliedern, die eine lange Zeit ihrer Glaubensgeschichte mit der Kirche Zur Heiligen Familie verbinden und die sich dort zuhause fühlen, wird der Abschied von ihrer Kirche schwerfallen. Darum liegt den Verantwortlichen in unserer Pfarrei daran, dass sie gut begleitet werden. Außerdem haben unsere Gremienmitglieder viel Energie aufgebracht, um für die Einrichtungsgegenstände der Kirche, mit denen schöne Erinnerungen verknüpft sind, angemessene Möglichkeiten der Weiterverwendung zu finden.

 

Profanierung der Kirche Zur Heiligen Familie am Sonntag, 2. Januar

Wenn eine Kirche als Raum des Gebetes aufgegeben wird, muss sie im Rahmen eines letzten Gottesdienstes profaniert werden – was bedeutet, dass sie einem nicht liturgischen, sondern profanen Zweck übergeben wird. Dabei werden z.B. die Reliquien aus dem Altar entfernt und das gewandelte Brot aus dem Tabernakel herausgenommen.

Diese letzte Eucharistiefeier findet am Sonntag, 2. Januar (15.00 Uhr), statt. Im Anschluss an diesen Gottesdienst gibt es die Möglichkeit, im Pfarrheim zusammenzubleiben.

 

Verbleib von Einrichtungsgegenständen

Die Kirche Zur Heiligen Familie ist durch viele Einrichtungsgegenstände geprägt, die den Kirchenraum über Jahrzehnte zu einem Ort des Gebetes und der Gemeinschaft gemacht haben.

Einen großen Teil davon können wir innerhalb unserer Pfarrei weiterverwenden. So werden die Messgewänder sowie die Kelche und Hostienschalen zukünftig in den drei verbleibenden Kirchen unserer Kirche gebraucht. Die Weihnachtskrippe bekommt einen guten Platz in der St. Pius-Kirche, und einige Kunstgegenstände bereichern demnächst die Räume in unseren Pfarrheimen und Kitas.

Im Hinblick auf die größeren Einrichtungsgegenstände, die wir nicht in unserer Pfarrei behalten können, konnten wir in den meisten Fällen gute Lösungen finden. Sie werden demnächst an anderen Orten zum kirchlichen Leben beitragen:

  • Die Orgel wird an eine Pfarrei im Bistum Aachen verkauft, die sehr froh über dieses schöne Instrument ist.

  • Hinsichtlich der Glocken sind wir bereits mit verschiedenen Händlern für gebrauchte Glocken im Gespräch.

  • Über einige Kunstgegenstände wie z.B. den Kreuzweg sind wir ebenfalls mit einigen kirchlichen Institutionen aus der Region im Kontakt.

 

Erinnerungsstücke

Eine Arbeitsgruppe hat gute Ideen entwickelt, wie aus einigen Elementen der bisherigen Einrichtung Erinnerungsstücke für Gemeindemitglieder entstehen können:

  • Pfingstfenster: Gemeindemitglieder können bis Ende des Jahres im Pfarrbüro anmelden, wenn für sie ein Fenster ausgebaut werden soll. Wer möchte, kann hierfür eine Spende für Bischof Esua entrichten.

  • Fenster in der Taufkapelle: Soweit dies möglich ist, werden die Fenster am Tag des Rückbaus gegen eine Spende für Bischof Esua abgegeben.

  • In Zusammenarbeit mit der Büngern Technik werden aus dem Holz in der Kirche (Beichtstuhl, Türen, etc.) Erinnerungstücke wie Engel oder Sterne gefertigt.

  • Einige Kirchenbänke können an Gemeindemitglieder abgegeben werden. Interessierte können sich hierzu im Pfarrbüro melden. Sie sollten dabei ankündigen, was sie mit der Kirchenbank vorhaben. Die Bänke werden gegen eine Spende für Bischof Esua veräußert.

Diese und andere Erinnerungsstücke werden im Rahmen eines Verkaufstages angeboten, der in der ersten Jahreshälfte 2022 stattfinden soll.