Missbrauchsstudie für das Bistum Münster und erste Reaktionen

„Macht und sexueller Missbrauch in der Kirche. Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945“: Unter diesem Titel ist am 13. Juni 2022 eine Studie veröffentlicht worden, die den sexuellen Kindesmissbrauch durch Priester und Ordensleute im Bistum Münster beleuchtet.

 

In dieser Studie, die von Historikern der Universität Münster durchgeführt wurde, wird nicht nur das Ausmaß des Missbrauchs untersucht, sondern auch gefragt, welche persönlichen und strukturellen Fehler in der Kirche dazu geführt haben, dass Täter oft ungestraft davongekommen sind und in der Regel weiter in der Seelsorge eingesetzt wurden.

 

Die gesamte Studie kann hier nachgelesen werden.

 

Unter anderem findet sich in der Studie ein Artikel über den Intensivtäter Heinz Pottbäcker, der von 1971 bis 1973 Kaplan in der damaligen Pfarrei Zur Heiligen Familie war. Dieser Beitrag kann hier nachgelesen werden.

 

Am 17. Juni hat sich Bischof Dr. Felix Genn zu den Ergebnissen der Missbrauchsstudie und zu Konsequenzen im Bistum Münster geäußert. Sein Statement ist hier zu lesen.       

 

Im zeitlichen Umfeld der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie hat der Deutschlandfunk ein Interview mit Pfr. Thorsten Schmölzing geführt und ihn zur Aufarbeitung in Rhede befragt. Dieses Interview kann hier nachgehört werden.    

 

Schon jetzt weisen wir darauf hin, dass Prof. Thomas Großbölting, der die Missbrauchsstudie geleitet hat, am Abend des 8. September nach Bocholt kommt, um die Studie vorzustellen.