Pfarrgemeinde als ökofaire Gemeinde nach Level 2 zertifiziert

Die Pfarrgemeinde wurde nach dem Konzept des Bistums Münster „Zukunft einkaufen - Glaubwürdig wirtschaften“ auf der Stufe Level 2 ausgezeichnet.

 

Hierfür hat die Pfarrgemeinde ein Umweltmanagementsystem entwickelt und drei ehrenamtliche Umweltbeauftragte bestellt. Dies geschieht aus dem Leitprinzip „Bewahrung der Schöpfung“, die auch im Pastoralplan grundgelegt ist. Diesen christlichen Auftrag hat die Arbeitsgruppe Schöpfung angenommen. Als Aktivitäten wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen auf dem Weg zur Ökofairen Gemeinde ergriffen:

 

Wir verwenden zum Beispiel künftig für unsere wöchentlichen Pfarrnachrichten und unsere Korrespondenz in der Pfarrgemeinde nur noch Recyclingpapier – immerhin gut 100.000 Blatt im Jahr. Damit werden in der Papierherstellung ca. 1t Holz, 20.000l Wasser und 4750 kwh Energie eingespart, außerdem haben wir in den Gremien unseren Papierverbrauch reduziert, indem Sitzungsunterlagen auf elektronischem Wege übermittelt und in den Sitzungen bearbeitet werden.

 

Ein zweites Beispiel ist die Verringerung des Energieverbrauchs in unseren Gebäuden. So konnten wir in der Gudulakirche durch eine moderate Temperaturabsenkung im Jahr 2022 im Vergleich zu Vorjahren ca. 60.000 kWh Gas einsparen. Dadurch wurden ca. 14,7 t CO2 weniger erzeugt. Das entspricht der Fahrleistung eines Mittelklasse PKW von ca. 157.000 km. Wir bemühen uns auch weiterhin, im Bereich der Heizenergie unseren CO2-Abdruck durch maßvolle Schritte der Temperaturabsenkung und der Überprüfung der Installationen zu reduzieren.

 

Auch beim Thema elektrische Energie sind wir aktiv geworden. So sparen wir durch die Umrüstung auf LED-Lampen deutlich Strom. Noch bedeutender ist, dass wir ab Januar 2024 komplett auf Ökostrom umrüsten. Allein dadurch werden wir pro Jahr bis zu 40 t CO2 weniger produzieren. Ein wichtiger Beitrag zum „global denken - lokal handeln“ ist die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit 24 kWP sowie einem zusätzlichen Speicher im Frühjahr 2024 auf dem Pfarrheim St. Gudula.

 

Wir beginnen auch mit kleinen Schritten, hier vor Ort, denn:  Viele kleine Menschen, die an vielen kleinen Orten Schritte für eine bessere Welt gehen, können das Angesicht unserer Erde verwandeln. So ist ein Beitrag zur Insektenfreundlichkeit die Pflanzung von alten Apfelsorten im Pfarrgarten. Ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt ist die Verwendung von Produkten aus fairem Handel und von regionaler Produktion in unseren Einrichtungen und Gruppen. Genannt seien viele Tassen fair gehandelter Kaffee oder der Verkauf von Nikoläusen aus fair gehandelter Schokolade durch die Messdiener. Gerade letzteres verbessert die Bildungschancen von Kindern in den Kakao produzierenden Ländern, weil Kinderarbeit vermieden wird.

 

Grundlage der Maßnahmen ist eine Umwelterklärung mit einem Umweltprogramm. Mit der Zertifizierung ist der Weg in die Zukunft nicht beendet, sondern er geht mit weiteren Schritten in ökologische und sozialfaire Richtung weiter.

 

Conny Janse