JERUSALEM

Rheder Sacropop Band sucht neue Wege

Seit 1972 gibt es die Rheder Musikgruppe Jerusalem. Entstanden ist sie aus dem Rheder Sing-und Spielkreis, wurde dann zur „Rhythmusgruppe Jerusalem“ und schließlich einfach zu „JERUSALEM“. Die Rheder Musikgruppe prägte und gestaltete Gottesdienste mit moderner, zeitgenössischer Popmusik, die sie zumeist mit eigenen Texten unterlegte, oder widmete sich dem Neuen Geistlichen Liedgut. In den besten Zeiten der Jugendgottesdienste war die Gruppe nahezu jedes dritte Wochenende unterwegs und der Name JERUSALEM war im ganzen Münsterland bekannt. Einladungen zu Katholikentagen in Düsseldorf und Berlin sowie mehrere selbst gestaltete Musicals, die in Bocholt, Borken und Vreden zur Aufführung kamen, kennzeichneten die Blütezeit der Gruppe in den 80iger und 90iger Jahren.

Im Jahr 2014 hat Heike Schollmeier aus Recklinghausen die musikalische Leitung übernommen. Die studierte Musikpädagogin, die u.a. auch den VHS Chor der Stadt Borken leitet, möchte vor allem den Chor stimmlich weiter entwickeln. „ Wir haben Vieles erst lernen müssen, musikalisch – aber auch technisch und im Probeablauf. Wir hoffen, dass sich dies auszahlt“, so Manfred Gasterstädt, Gründungsmitglied der Gruppe JERUSALEM. Neu für viele Gruppenmitglieder ist auch der Umstand, dass mit persönlichen finanziellen Beiträgen die Kosten gedeckt werden müssen. Auch vom Programm her sucht die Gruppe neue, wenn auch nicht zwingend andere Wege. „Wir lösen uns ein wenig von unserer Geschichte, eine Gruppe mit ausschließlich kirchenmusikalischer Ausrichtung zu sein“ so Manfred Gasterstädt weiter. Neben traditionellem Liedgut der Gruppe und neuem Geistlichen Liedgut sollen auch andere weltliche Stilrichtungen Einlass ins Repertoire finden. „Musik, die auch uns einfach Spaß macht! – Vom kleinen grünen Kaktus auf dem Balkon zu Musicalliedern oder modernen Popstücken.“
Natürlich will die Gruppe Jerusalem auch weiterhin Gottesdienste musikalisch gestalten, wenn dies gewünscht und nachgefragt wird.
Die Gruppe finanziert sich durch monatliche Mitgliedsbeiträge, Spenden und Erlöse aus Auftritten. Damit müssen die Kosten für Equipment, den privaten Proberaum und vor allem für die musikalische Leitung durch Heike Schollmeier, die regelmäßig aus Recklinghausen anreist, gedeckt werden. Trat die Gruppe Jerusalem bisher ohne Gage auf, muss sie nun Kostenersatz erbitten, d.h. die Kosten für die musikalische Leiterin und die entstehenden Fahrtkosten.